Kimon M. – Sea Star bei Abu Nuhas

Nationalität: Panamesisch
Typ: Frachtschiff
Baujahr: 1952
Tonnage: 3714 GRT
gesunken: 12. Dezember 1978
Position: Nordseite Abu Nuhas
min. Tiefe: 12 m
max. Tiefe: 24 m

TGKimon M

             Kimon M. zum Download

 

Der abgetrennte Bug der Kimon M liegt auf dem Riff Abu Nuhas und ragt aus dem Wasser.

 

Das Wrack dieses Schiffes mit 3714 BRT – die Kimon M – wurde lange Zeit verwechselt mit einem Schiff, das Gegenstand einer Zeitungsente war. Da man wohl das Wrack gefunden hatte – aber lange Zeit nicht auf die richtige Identität des Schiffes stieß – wurde kurzerhand ein Name und eine geheimnisvolle Legende gestrickt.

 

So sollte die 106,43 m lange Kimon M eigentlich Sea Star heißen und aus dem Libanon gekommen sein.

 

Nichts liegt ferner als das. Ursprünglich hieß dieses 14,70m breite Schiff MF Brunsbüttel und wurde im Jahr 1952 als damals typisches Motorfrachtschiff mittlerer Größe mit der Baunummer 770 auf der Hamburger Werft H.C. Stücklen gebaut. Die zwei 8-Zylinder Dieselmaschinen mit 2940 PS verliehen – auf eine Welle gekoppelt – diesem Schiff eine Geschwindigkeit von maximal 13 Knoten.

 

Nach dem Stapellauf im August 1952 übernahm als erste Reederei die Willy Bruns GmbH in Hamburg das Schiff. Schon bald wurde das Schiff umbenannt: 1953 wurde die ehemalige MF Brunsbüttel in Ciudad de Cucuta umgetauft. Gleiches passierte nochmal in den Jahren 1964 (Angela) und 1971 (Kimon). Als 1975 die panamesische Reederei Janissos Shipping Co. SA neue Eigentümerin wurde fand die letzte Umbenennung statt: Nunmehr hieß das Schiff Kimon M.

 

Im Auftrag dieser Reederei befand sich die Kimon M am 12. Dezember 1978 mit einer Ladung von 4.500t Linsen an Bord auf ihrem Weg von Iskander/Türkei nach Bombay/Indien, als es am Shaab Abu Nuhas vorbeikam. Aus späteren Ermittlungen weiß man, daß an diesem Tage die Kimon M nicht auf das Riff auflief, sondern auf ein Wrack, das an dieser Stelle auf dem Riff auflag. Dieses Wrack wurde durch den Zusammenprall vollkommen auseinandergerissen.

 

Von ihm sind heute nur noch ein paar kümmerliche Reste der Bugsektion auf dem nordwestlichen Riffdach zu sehen. Der Rest dürfte am steilen Riff in unerreichbare Tiefen gerutscht sein. Das Wrack der Kimon M selbst lag noch einige Zeit schräg am Riff, teilweise über Wasser. Mit der Zeit rutschte es immer tiefer, bis es unter der Oberfläche versank.

 

 

 

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