Anforderungen an Taucher

Teilnehmer an Tauchkreuzfahrten sollten brevetierte Taucher sein. Die Tauchsafaris werden von einem Diveguide begleitet. Nach seinem entsprechenden Briefing über den Tauchplatz kann zusammen mit einem oder mehreren Partnern (Buddysystem) auch selbständig getaucht werden. Dies gilt auch für spezielle Tauchplatzbedingungen wie Drop-offs, Strömungen, Wellen und Wogen sowie Dunkelheit. Entsprechende und geeignete Sicherheitseinrichtungen, wie z.B. eine Rettungsboje, Signallampe oder Signalblitz sind bei jedem Tauchgang erforderlich. Für Nachttauchgänge ist eine eigene Unterwasserlampe erforderlich. Ausbildungsnachweis und Logbuch sind mitzubringen. Ärztliche Tauchtauglichkeitsbescheinigung, wenn vorhanden, ist mitzubringen. Ärztliches Attest: nicht älter als 1 Jahr! Andererseits wird vor Ort das PADI-Formular Erklärung zum Gesundheitszustand ausgefüllt. Nationale und internationale Bestimmungen der Tauchsicherheit sind zu beachten. Den Eurer Sicherheit dienenden Anweisungen unserer Tauchlehrer und Tauchlehrerassistenten ist Folge zu leisten. Das Tauchen geschieht auf eigene Gefahr. Tauchtiefe ist je nach Zertifikation zu bestimmen. Mindesttaucherfahrung bei allen Nationalpark-Touren: Die Red Sea Diving Association hat am 30. Juli 2002 ein Rundschreiben an alle Safariveranstalter geschickt, mit dem Hinweis, dass die Mindesttaucherfahrung bei allen Nationalpark-Touren (z. B. Brothers, Daedalus, Zabargad und Rocky Island) 50 Tauchgänge betragen muss. Im Falle einer Kontrolle muss bei geringerer Taucherfahrung mit Tauchverbot seitens der RSDA gerechnet werden.

 

Checktauchgang

Auf den Tauchkreuzfahrtschiffen von SEAWOLF – Diving Safari Red Sea fährt ein in Ägypten beschäftigter Tauchguide mit. Dies ist vor einiger Zeit in Ägypten zur Pflicht geworden. Dieser Tauchguide wird den ersten Tauchgang (Check-Tauchgang) unserer Gäste zu Beginn einer Tauchkreuzfahrt begleiten und die Fähigkeiten der Taucher beurteilen. Zum anderen geht es bei diesem Check-Tauchgang darum, die Funktionsfähigkeit des Equipments und die benötigte Menge an Blei zu prüfen. Der Tauchguide ist nicht verpflichtet alle Tauchgänge zu begleiten, ebenso ist er nicht verpflichtet, Buddyteams, die sich aus versierten Tauchern zusammensetzen, zu begleiten. Er wird es aber gerne tun!

 

Planung und Führung von Tauchgängen 

Auf den meisten Tauchkreuzfahrtschiffen ist die Anzahl der Tauchgänge pro Tag auf max. 3 beschränkt und es gilt ein Tiefenlimit von 30 m. Wir gestatten unseren Gästen – soweit aufgrund der Stickstoffsättigung vertretbar – bis zu 4 Tauchgängen pro 24 Stunden. Tauchgänge dürfen keine Dekompression erfordern und eine max. Tauchtiefe von 40 m (für dafür brevetierte Taucher) darf nicht überschritten werden. Je nach Jahreszeit oder Route der Tauchkreuzfahrt kann es jedoch auch vorkommen, dass weniger Tauchgänge pro Tag möglich sind, da das Schiff eine größere Fahrtstrecke zurücklegt. Dies gilt insbesondere bei Routen im Süden Ägyptens, wo die Tauchspots viel weiter von einander entfernt liegen als im Norden. Der Tauchguide ist angewiesen, vor jedem Tauchgang ein Briefing abzuhalten und auch dann, wenn er während der Tauchaktivität an Bord verbleibt, hat er die Tauchaktivität zu überwachen.

 

Gefahr von Dekompressions- und anderen Tauchunfällen

Einige Gebiete Ägyptens – speziell auch jene Riffe, die bei Tauchkreuzfahrten angefahren werden – liegen abgelegen und Kommunikationsmöglichkeiten können eingeschränkt sein. Obwohl auf den Schiffen Erste-Hilfe-Einrichtungen und Notfallsauerstoff zur Erstversorgung vorhanden sind, kann der Transport in die nächste Druckkammer unter Umständen länger andauern als eine Dauerversorgung mit Sauerstoff möglich ist. Es wird dringend darum gebeten, bei der Tauchgangsplanung keine unnötigen Risiken einzugehen.

 

Route und Tauchplätze

Die zu betauchenden Plätze innerhalb der gebuchten Route sind aus der Homepage ersichtlich, können auch jeweils nach Absprache mit den tauchenden Gästen, dem Tauchguide und dem Kapitän festgelegt werden. Natürlich werden Tauchguide und Kapitän immer versuchen, unsere Gäste zufrieden zu stellen, doch ein Anspruch auf bestimmte Tauchplätze innerhalb des für die Route angegebenen Bereichs besteht nicht. Entscheidend sind hier die taucherischen Fähigkeiten der Teilnehmer, Wetterbedingungen, Meeresströmungen, logistische Überlegungen und die Genehmigungssituation vor Ort. Das letzte Wort hat jeweils der Kapitän, der für die Sicherheit der Gäste, der Mannschaft und des Schiffes verantwortlich ist. Insbesondere im Süden Ägyptens werden große Fahrtstrecken zurückgelegt und die Schiffe fahren mit einer begrenzten Reisegeschwindigkeit, die sich bei schlechten Seewetterverhältnissen noch reduziert. Obwohl die Schiffe von SEAWOLF – Diving Safari Red Sea regelmäßig gewartet werden, können unvorhergesehen technische Defekte auftreten, die die Reisegeschwindigkeit verringern. Die Mannschaft des Schiffes wird alles Erforderliche unternehmen, um den Schaden womöglich bereits auf See zu beheben. Der Kapitän muss Euch aber auch bei möglicherweise anstehendem Schlechtwetter oder technischem Defekt wieder rechtzeitig zu Eurem Checkout – Ort zurückbringen. Routenänderungen/-kürzungen sind deshalb aus logistischen Gründen u.U. erforderlich. Können Tauchplätze aus Gründen höherer Gewalt (wie z.B. widrige Wetterbedingungen, kurzfristige Änderungen in der Genehmigungssituation vor Ort) oder unvorhersehbarem technischen Defekt nicht angefahren werden, so besteht für ggfs. erforderliche Routenänderungen/-kürzungen kein Ersatzanspruch. Für das Tauchen am Ras Mohammed, den Brother Island oder den Marine-Park-Tauchplätzen wird von der hiesigen Regierung eine Marine-Park-Gebühr erhoben. Diese wird auf dem Boot eingesammelt und an die Regierung abgeführt. Sie beträgt für Ras Mohammed 10 Euro, für die Brother Islands 50 Euro, für die Marine-Park-Touren 80 Euro und für die 2-wöchige Marine-Park-Tour 100 Euro.

 

Änderung des Tauchkreuzfahrtschiffs

Steht das gebuchte Schiff aus logistischen oder technischen Gründen nicht zur Verfügung, so werdet Ihr nach Möglichkeit mit einem anderen Schiff gleichen Standards auf Tauchkreuzfahrt gehen. Liegen keine wesentlichen Standardabweichungen zum Nachteil des Reisegastes vor, so entsteht durch den Wechsel auf ein anderes Tauchkreuzfahrtschiff kein Ersatzanspruch gegenüber SEAWOLF – Diving Safari Red Sea.

 

Nitrox-Tauchen

Auf unseren Schiffen bieten wir Nitrox-Tauchen for free als Zusatzangebot. Sollte die Nitrox-Membran-Anlage aufgrund eines Defektes ausfallen, so besteht kein Anspruch auf Regress.

 

Frischwasser und Duschen, Trinkwasserverwendung

Das Rote Meer wird von Wüstengebieten umrahmt. Trinkwasser ist in jener Region von besonderem Wert und ein kostbares Gut. Unsere Kreuzfahrtschiffe sind zwar mit genügend großen Süßwassertanks oder Frischwasseraufbereitungsmaschinen ausgerüstet, doch ist mehrmaliges Duschen pro Tag oder Duschen mit ausuferndem Wasserverbrauch nicht möglich. Sparsamer Wassergebrauch ist angebracht, da bei geleerten Wassertanks eine u.U. sehr weit entfernt liegende Versorgungsstation an der Küste angelaufen werden müsste. Habt auch Verständnis dafür, dass die missbräuchliche Verschwendung von Trinkwasser an Bord (z.B. Haare waschen mit Trinkwasser, mutwilliges Verschütten oder verschwenderischer Umgang) nicht akzeptiert werden kann.

 

Überbrückungstage mit Hotelaufenthalt

Tauchkreuzfahrten unterscheiden sich von Reisen mit reinem Hotelaufenthalt wesentlich. Dadurch, dass a. die pünktliche Ankunft bzw. Abfahrt des Schiffes wesentlich von den Wetterbedingungen, evtl. technischen Zwischenfällen und logistischen Notwendigkeiten abhängt, b. für die Wartung des Schiffes zwischen zwei Tauchkreuzfahrten Zeit benötigt wird und c. die Ankunfts- und Abflugzeiten unserer Gäste ständig variieren. Aus diesen Gründen kann es vorkommen, dass die letzte Nacht vor dem Rückflug bzw. Eures Verlängerungsaufenthalts evtl. im Hotel verbracht wird. Die hierfür anfallenden Kosten trägt SEAWOLF – Diving Safari Red Sea. Entscheiden sich unsere Gäste dafür, die letzte Nacht im Hotel zu verbringen, sind die hierfür anfallenden Kosten selbst zu tragen.

 

Transfers

Transfers vom Flughafen zum Checkin – Ort des Tauchkreuzfahrtschiffs oder umgekehrt können aus logistischen Gründen von uns entweder per Bus oder per Schiff durchgeführt werden. Der Ort des Checkin / Checkout kann sich nach logistischen Erfordernissen ändern. Wird der Transfer per Schiff durchgeführt, so werden dem Taucher auch während der Transferfahrt ins Zielgebiet der gebuchten Route Tauchgänge ermöglicht. Eure Schiffsreise startet möglichst frühzeitig und endet zwischen Mittag und Nachmittag des Tages vor Eurer Abreise oder Eurer evtl. gebuchten Verlängerungswoche. Auf Verspätungen von Flügen haben wir keinen Einfluss. Wir bemühen uns nach Kräften, die negativen Folgen für unsere Gäste abzufangen, ein Ersatzanspruch entsteht daraus jedoch nicht, da auch wir mit den Abfahrts- und Rückkunftszeiten der Schiffe von diesen Gegebenheiten abhängen. Der Rücktransfer zum Flughafen ist von uns so durchzuführen, dass unsere Gäste rechtzeitig den Abflughafen erreichen. Ab 24 Stunden vor Eurem Abflugszeitpunkt lt. Ticket bzw. lt. Angabe des Carriers besteht aus Sicherheitsgründen wegen der Gefahr von Dekompressionsunfällen kein Anspruch mehr auf weitere Tauchgänge.

 

Gepäckverlust oder Beschädigung

Laßt Euch über Verlust oder Beschädigung des Reisegepäckes sofort am Flughafen-Schalter der zuständigen Fluggesellschaft eine Bestätigung (PIR) ausstellen. Unser Reiseleiter steht Euch hierbei hilfreich zur Verfügung.

 

Leihausrüstung

Solltet Ihr nicht im Besitz eigener Tauchausrüstung sein, so könnt Ihr diese hier vor Ort ausleihen. Bei Beschädigung der Leihausrüstung ist der Schaden zu begleichen. Leider besteht für verlorengegangene oder beschädigte Ausrüstung keine Versicherung. Dies gilt auch für Eure eigene Ausrüstung.

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