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Tauchplätze im Roten Meer

Alle beliebten Tauchplätze rund um das Rote Meer

Numidia

Übersicht

An der Nordspitze von Big Brother Island liegt seit über hundert Jahren das Wrack der SS Numidia, einem englischen Frachtschiff, das 1901 auf Grund lief und wenige Wochen später sank. Mit einer Länge von 137 Metern, einer Breite von 16,7 Metern, einem maximalen Tiefgang von 9,2 Metern und einer Größe von 6.399 BRT stach die Numidia am 6. Juli 1901 von Liverpool aus mit einer 97-köpfigen Besatzung unter dem Kommando von Kapitän J. Craig in See. Unter anderem beförderte das Schiff Material für den Ausbau des Eisenbahnnetzes der britischen Kolonie.

Beschreibung

Das Rote Meer ist bei den Brother Islands 180 km breit, dennoch gelang es der Besatzung, diese kleine Insel zu treffen - kurz nach zwei Uhr morgens wurde Kapitän Craig durch den heftigen Aufprall des Schiffes auf das Riff am Nordende von "Big Brother" unsanft geweckt.

Der "Offizier der Wache", Merwood, war wahrscheinlich zeitgleich mit seinem Chef eingeschlafen. Der daraus resultierende Kurs führte das Schiff dann in wahrhaft schlafwandlerischer Sicherheit direkt mitten in das Riff.
Das Schiff saß somit im und auf dem schmalen Saumriff fest und alle Bemühungen, sich zu befreien, scheiterten.

In den folgenden Tagen wurde versucht, die Numidia mit Hilfe anderer Schiffe freizuschleppen, doch auch dies misslang.
Kapitän Craig blieb die undankbare Aufgabe, noch mehrere Wochen auf der einsamen Insel zu bleiben, um die Bergung der Fracht zu beaufsichtigen.
Wahrscheinlich in den Winterstürmen von 1901/02 wurde das Schiff dann vom Riff gerissen und sank endgültig.

Hotspots

  • Wie bereits erwähnt, machen hohe Wellen und starke Strömungen das Tauchen hier oft schwierig oder gar unmöglich!
  • Im flacheren Bereich bis etwa 12 Meter ist das Riff übersät mit überwachsenen Wrackteilen.
  • Die hölzernen Aufbauten sind längst verrottet, nur die Metallteile haben den Zahn der Zeit überdauert und verleihen dem mit Weich- und Hartkorallen bewachsenen Schiffsgerippe ein faszinierendes Aussehen.
  • Die Laderäume und Galerien sind offen und leicht zu betauchen. Die gesamte Fracht wurde jedoch vor dem Sinken geborgen.
  • Ab etwa 40 m beginnt der hintere Teil des Wracks, der sich noch ein gutes Stück nach unten erstreckt.
  • In 70 bis 80 m Tiefe befindet sich die Schiffsschraube – zu tief für "normale Taucher".
  • Neben der enormen Korallenpracht an diesem Wrack faszinieren die zahlreichen großen Fische:
  • Grauriffhaie umkreisen das Wrack in schnellem Tempo, mit Gruppen von Schnappern dazwischen in der Strömung. Auch Makrelen und Thunfische finden hier unter den vielen kleineren Riffbewohnern gute Beute.